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Schmutzwasserkanal bekommt neues Innenleben

Dirk Siepmann (Hydro Ingenieure), Tim Leinweber (Firma Alfes & Sohn), Gunnar Schmidt (Abwasserbetrieb der Stadt Goch) und Bernd Verheyen (GO! Die Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft) studieren den Plan, Timo Pippert und Marvin Senger (Firma Alfes und Sohn) arbeiten am Kanal (Foto: Stadt Goch / Torsten Matenaers)

GOCH In Goch läuft derzeit eine aufwendige Sanierungsmaßnahme des Schmutzwasserkanals zwischen Hervorster Straße und Ketteler Straße. Der Kanal aus dem Jahr 1950 leitet das Abwasser aus dem westlichen Teil der Stadt zur Pumpstation an der Ketteler Straße. Jetzt wird er auf einer Länge von 280 Metern saniert. Knapp 390.000 Euro investiert der Abwasserbetrieb der Stadt Goch in diese Maßnahme. Gunnar Schmidt vom Abwasserbetrieb der Stadt Goch erklärt die Arbeiten: „Zum Einsatz kommt das „tight in pipe"-Verfahren, kurz TIP. Hier werden einzelne neue Rohre in den vorhandenen alten Kanal mittels Hydraulik-Pressen eingeschoben. Während der Kanal erneuert wird, leiten Kunststoffrohre das Abwasser überirdisch bis zur Pumpstation." Geplant wurde die Maßnahme vom Ingenieurbüro Hydro-Ingenieure, ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma Alfes und Sohn. Das Unternehmen ist auf das TIP-Verfahren spezialisiert.

„Das Verfahren wurde ausgewählt, weil andere Verfahren aufgrund der notwendigen Unterquerung der Niers zu hohe Kosten verursachen würden. Denn der Kanal verläuft unterhalb der Niers deutlich tiefer als links- und rechtsseitig", sagt Bernd Verheyen, zuständig für die Projektsteuerung bei der GO! Die Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft. Ein sogenannter Düker wird genutzt um diesen Niveauunterschied zu überwinden ohne eine Pumpe einsetzen zu müssen. Dabei nutzt man das Prinzip der kommunizierenden Röhren, wonach sich Flüssigkeiten in miteinander verbundenen Röhren stets auf das gleiche Niveau einpegeln.

Die Arbeiten sollen in diesem Sommer abgeschlossen sein. Im Anschluss ist noch die Sanierung eines weiteren Kanal-Teilstücks an der Hervorster Straße geplant.

(Meldung vom 6.6.18 / tm)