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Adolf Lohmann

Adolf Lohmann, geboren am 10.1.1907 in Düsseldorf, gestorben am 19.10.1983 in Düsseldorf, war einer der bedeutendsten Komponisten deutscher Kirchenlieder des 20. Jahrhunderts und wirkte als Musikpädagoge in der Hauptsache in Düsseldorf. Als Fachberater für Schulmusik, in der Lehrerfortbildung, in der Chormusikpflege und in der Volkshochschule, als Leiter „offener Singstunden", von Jugendsing-Treffen und Singkreisleiter-Wochen im Haus Altenberg, von Musikkursen und Kirchenlied-Tagungen sowie als Mitarbeiter in der „Werkgemeinschaft Lied und Musik" stellte der erfahrene Pädagoge, Komponist und Chorleiter seine Kraft in den Dienst der Kunst.
Viele Jahre hindurch war Adolf Lohmann als musikalischer Mitarbeiter des Christophorus-Verlags Herder in Freiburg ein kritischer und sachkundiger Herausgeber und Korrektor. Weit über ein Dutzend Lieder- und Chorbücher, insbesondere die gewichtigen Ausgaben des „Kirchenlieds I und II" und die „Weihnachtssingbücher I und II", hat er veröffentlicht.
Die besondere Liebe Adolf Lohmanns gehörte der Kirchenliedpflege und -forschung. Sein Werk umfasst über 150 Lieder, nahezu 30 Kanons und etwa 450 Chor- und Instrumentalsätze. Adolf Lohmann war kein Avantgardist; in seinen mehr als 80 Kirchenliedern knüpfte er an die große Tradition des 16. und 17. Jahrhunderts in progressiver, aber verantwortungsbewusster Weise an. Als Kirchenliedkomponist wurde er insbesondere durch seine Liederbücher, wie z.B. „Das Singeschiff", „Kirchenlied", „Weihnachtssingebuch" und „Altenberger Singebuch" bekannt. Seine Lieder werden konfessionsübergreifend in den Kirchen gesungen und sein Lebenswerk ist in die Geschichte des deutschen Kirchenliedes eingegangen.
Von 1937 bis zum 31. August 1949 wirkte Adolf Lohmann als Musiklehrer an der katholischen Volksschule (Steintor- und St. Georg-Schule) in Goch, wohin er während der Herrschaft der Nationalsozialisten strafversetzt worden war. Er leitete in Goch den Jugendchor der katholischen Jugend. 1999 wird ihm in Goch eine Straße gewidmet.