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Martin Wilhelm Fonck

Martin Wilhelm Fonck wurde am 28. Oktober 1752 in Goch als Sohn eines Gutsbesitzers und Kaufmanns geboren. Nach seiner Priesterweihe am 4. Juni 1776 in Köln war er als Vikar ab dem 15. Mai 1781 seelsorgerisch in Goch und später als Kanonikus in Kranenburg tätig, bis ihn der Bischof Marcus Antonius Berdolet am 20. Mai 1803 zum ersten Generalvikar des neuen Bistums Aachen ernannte. Nach der Aufhebung des Bistums Aachen im Jahre 1825 wurde Fonck Domprobst in Köln, wo er am 28. Juni 1830 starb. Fonck erwarb sich große Verdienste bei der Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse und der Belebung des Glaubens .

Testamentarisch vermacht Fonck u.a. einen größeren Geldbetrag den Armen in Goch sowie einen Kapitalfonds für Studenten. Im jährlichen Wechsel werden drei Gruppen begünstigt: zunächst für Gymnasial- und Universitätsstudien, Studierende aus der Familie Fonck bis in die sechste Generation, Stipendien für Priesteramtskandidaten der Diözese Münster und für das Kölner Priesterseminar und schließlich ein Benefizium für Priester.

Wegen seiner Verdienste wird 1953 in Goch eine Straße nach Martin Wilhelm Fonck benannt.

Literaturhinweise:
Haas, Reimund. Martin Wilhelm Fonck (1752-1830). Kanoniker, Generalvikar und Domprobst. In: Christen zwischen Niederrhein und Eifel - Lebensbilder aus zwei Jahrhunderten, 1993, S. 103-128.
Haas, Reimund. Der Aachener Generalvikar Martin Wilhelm Fonck. In: Franzosen am Niederrhein 1794-1814. Katalog anlässlich der Ausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Goch vom 9. Oktober bis 27. November 1994, S. 44-47.
Schiffers, Dr. H. Der Gocher Martin Fonck (1752-1830). Niederrhein-Heimatbeilage Nr. 35 vom 25.9.1931, Nachdruck S. 137.