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Rüttger Johannes van Acken

Rüttger Johannes van Acken (geboren am 19.12.1879 in Goch als zweites von zehn Kindern – gestorben am 13.5.1937 in Berlin) war Spross einer alten Gocher Familie, die seit 1383 am Niederrhein nachweisbar ist. Van Acken besuchte nach der Rektoratschule u.a. das Collegium Augustinianum Gaesdonck  und wurde im Juli 1903 zum Priester geweiht. Die ersten 20 Schaffensjahre seines Lebens verbrachte er als Seelsorger in Gladbeck. Hier engagierte sich van Acken als Vizepräses im katholischen Knappen- und Arbeiterverein und betreute das St. Barbara-Hospital, wo er 1910 Rektor wurde. Außerdem betätigte sich der vielseitig begabte Priester als Archivar, Lokal- und Kunsthistoriker, Zeichner, Künstler, Autor und Kommunalpolitiker. Im Ersten Weltkrieg errichtete van Acken in Gladbeck ein zweites Krankenhaus. 1924 wurde Johannes van Acken Direktor im Caritaswesen in Berlin und errichtete dort ein zentrales Caritas-Institut für die Gesundheitsfürsorge in Verbindung mit einem Aus- und Weiterbildungsinstitut. Am 15. Mai 1930 wurde van Acken Caritasdirektor im Krankenhaus Köln-Hohenlind. Am 28. Oktober 1932 erfolgte die Einweihung des von Prälat van Acken in Köln-Hohenlind gegründeten Krankenhauses mit Kirche und der katholischen Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe. Am 13. Dezember 1936 erfolgte die Ernennung zum päpstlichen Hofprälaten. Prälat van Acken starb am 17. Mai 1937 aufgrund einer Krankheit völlig unerwartet auf einer Tagung in Berlin.

In Köln-Hohenlind wurde die Straße vor dem Krankenhaus und das Institut am 9. Juni 1982 in „Prälat-van-Acken-Straße“ bzw. „Haus van Acken“ umbenannt. Die Stadt Goch hat 1994 eine Straße nach ihm benannt.

Literaturhinweise:
Acken, Direktor Prälat Johannes van. Beiträge zur Familiengeschichte der van Acken. Krefeld, 1936.
Samen, Manfred. Johannes van Acken. Geistlicher Rektor des St. Barbara-Hospitals zu Gladbeck/Westfalen. Gladbeck unsere Stadt. Nr. 3/1994, S. 3-7.
Nottenkämper, Franz-Ludwig. Sein Lebenswerk war Hohenlind. Leben und Schaffen des Gocher Prälaten Rüttger Johannes van Acken (geb. 1879, gest. 1937 in Berlin). In: An Niers und Kendel, Heft 33/1997, S. 12-18.