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Wilhelm Anton van den Bosch

Porträt Wilhelm Anton van den Bosch

Wilhelm Anton van den Bosch, geboren am 30. Juli 1764 in Goch, gestorben am 13. Januar 1843 in Goch, war als Großkaufmann und Gutsbesitzer der reichste Bürger der Stadt. Von 1804 bis 1814 war er Maire von Goch, anschließend bis 1815 Bürgermeister der Stadt Goch. 1814 wurde er Hauptmann der 1. Compagnie der Gocher Bürgermiliz und Bataillons-Chef. Um 1800 war van den Bosch Tabakfabrikant. Der Großkaufmann erwarb 1803 das ehemalige Tertiarinnen-Kloster und richtete darin eine Schnapsbrennerei mit sieben Brennkesseln und eine Zuckerrübenpresse ein. Um 1805 erwarb van den Bosch auch den Thomashof, der ehemals dem Beginenkonvent in der Stadt gehörte. Van den Bosch richtete auf dem Gut Thomashof eine weitere Brennerei mit zwei Kesseln ein.

Ab 1806 betrieb Wilhelm Anton van den Bosch eine Branntweinbrennerei und eine Zuckerfabrik. Er befasste sich mit der Zucht von Obstbäumen; für seine Zuchterfolge wurde er vom Preußenkönig Friedrich dem Großen mit einer Prämie belohnt. Von 1790 bis 1842 war van den Bosch Mitglied des Provisorenkollegiums der „Bruderschaft zu Unserer Lieben Frau“, 1822 war er Bevollmächtigter zur Regelung der Gemeindeschulden, 1826 bis 1828 war er Abgeordneter im Rheinischen Provinziallandtag, 3. Standes.

Literaturhinweise:
Weber, Rudolf. Das Tertiarinnenkloster zu Goch. Altes erhalten und Neuem nutzbar machen. In: Kalender für das Klever Land auf das Jahr 1973, S. 153-156.
Weber, Rudolf. Einen kleinen „Busch“ im Wappen. Familie van den Bosch. In: An Niers und Kendel, 3, S. 25-26. Kaufleute und Geldleiher. Familie van den Bosch. In: An Niers und Kendel, Heft 4, S. 20 u. S. 24. Aegidius züchtete Obst. In: An Niers und Kendel, 5, S. 21 u. S. 31. Häuser gebaut. In: An Niers und Kendel, Heft 6, S. 15-16. Im Vierspänner nach Paris. In: An Niers und Kendel, Heft 7, S. 21-22.